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Prof(i)s am Plattenteller

Der Professor. Er brilliert beim Basteln von Wolkenkratzern, füllt Enzyklopädien mit kategorischen Imperativen nihilistischster Sorte und prüft den wissenssüchtigen Studenten auf Hochschultauglichkeit. Zwei Welten: die der Profs, die der Studis. Am 22. Januar wagen sich jedoch sieben mutige Professoren in die fabelhafte Welt des Studentendaseins.

Zum zweiten Mal findet in Dresden die Professorennacht statt, bei der sechs Profs hinter den DJ-Pulten Schallplatte nach Schallplatte bis zum Oxidieren scratchen. Jeweils zwei Professoren verschiedener Fakultäten duellieren sich künstlerisch um den „Goldenen Notenschlüssel“. Das klingt zwar ein bisschen nach Florian Silbereisen, tut der Sache aber keinen Abbruch. Das Publikum bestimmt per Jubellautstärke den Sieger. Neu-DJ Prof. Dr. Ralph Sonntag von der HTW, Abteilung Marketing, betont, dass natürlich der Spaß im Vordergrund stehe. „Es geht nicht ums Gewinnen. Wenn wir alle einen guten Abend haben, haben wir alle gewonnen.“ Gut, ist wenigs­tens das geklärt.

Wie muss sich das anfühlen, die akademischen Zirkel nach Jahrzehnten wissenschaftlichen Ruhms zu verlassen und plötzlich im Kraftwerk Mitte die Studentenmeute anzufeuern – und sich keine Tipps von Fachdetailexperten, sondern von DJ Caniggia aus Miami, Florida, und DJ Zooash aus dem ähnlich schönen Freiberg, Sachsen, einzuholen? 

Eingeleitet wird der Wettbewerb von Prof. Dr. Ralph Stelzer, Konstruktionstechniker und CAD-Liebhaber, der manuell Ton für Ton einer Grande Ouverture rekonstruiert. Es treten weiterhin an: Die Kommunikations- und Verkehrswirtschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Stopka, die musikalisch einer sicheren Spur folgen wird. Prof. Dr. Florian Siems, dessen Hobbys alle auf „-marketing“ enden, vertritt den Komplex Wirtschaftswissenschaften. Der Magnetist und Metallschäumer – ja, das geht tatsächlich – Prof. Dr. Stefan Odenbach wird die Drei-Finger-Regel der rechten Hand endlich am Mischpult ausprobieren. Prof. Dr. Antonio Hurtado, Kernenergie-Koriphäe, wird dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes einheizen. Und der Mediziner Prof. Dr. Richard Funk, der das organische GPS von Zellen erkundet, vertritt die medizinische Seite der Macht. Last but not least der Abgesandte der HTW, Prof. Dr. Ralph Sonntag, auch ein Marketingler.

Involvierte Fachschaften zahlen fünf Euro Eintritt, im Vorverkauf kostet die Eintrittskarte sechs Euro, an der Abendkasse sieben Euro. Start ist um 19.30 Uhr im Kraftwerk Mitte. 
Alles zur Professorennacht findet ihr unter www.professorennacht.de

Text: Lara Stein, Foto: PR

 

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