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Anna Depenbusch mit „Alphabet“: frech und fragil

Das neue Album von Anna Depenbusch heißt "Alphabet"
Das neue Album von Anna Depenbusch heißt "Alphabet"

Worum geht’s? Musik, Pop, Chanson, Columbia Records

Wer A sagt, der muss auch B sagen. Was Anna Depenbusch allerdings in ihr neues Album steckt, hat noch viel mehr Facetten als das Alphabet Buchstaben hat. CAZ-Musikredakteurin Marion Fiedler stellt es vor.

Pop, Chanson, Singer-Songwriter, Ballade – viele Stile vereinen sich, wenn Anna Depenbusch euch das Alphabet neu beibringt. Dafür müsst ihr ihre neue Platte einfach nur in den Spieler legen, oder eben mal auf ihren Seiten, auf Deezer und wie sie nicht alle heißen, vorbeischauen. Gleich bei den ersten Tönen werdet ihr einerseits zarte Songs zu hören bekommen, andererseits aber auch eine Vielfalt an musikalischen Eindrücken, die man sich für ein gut produziertes Album wünscht.

Die Sängerin Anna Depenbusch besitzt jedenfalls ein Talent, berührend für Verliebte, Verletzte, Träumer und Beobachter zu schreiben und zu singen. Sie schlüpft mühelos in diese verschiedenen Rollen und singt zwischen frech und fragil vor allem auf ganz berührende Weise.

Ihr poetisches Album kann man hören wie ein Gedichtealbum, welches in Töne gegossen worden ist. Der geschmackvolle, mit ganz eigenen Farben angereicherte Gesang lehnt sich dabei mühelos an die schönen Arrangements und bereichert somit das eigene Klavierspiel und den Klang ihrer Studioband.

Auch von den Songstrukturen legt sie sich nicht fest, sondern geht verspielt zwischen Pop zu Chanson und legt ihre eigene Stimmfarben darüber. Gesanglich zeigt sie sehr weiche Verzierungen, wie man sie zum Beispiel bei Sarah Howells (Paper Aeroplanes, Bride) hört. Liedermacherelemente hört man an der einen Stelle mal durch, aber auch das Cabaret der Goldenden Zwanziger. Die Sängerin spielt auf dem Album und live selbst Klavier und singt ihre Lieder, wie nur eine whole-hearted Geschichtenerzählerin ihr Publikum verzaubern würde.

Die Liedtexte handeln von Frauen und Männern, freien Köpfen und Sackgassen, Sekunden, die für immer andauern, Nacht und Winter, aber auf dem Album wird auch der Kontrast dazu, viel Wärme und ein stets mitschwelendes Licht transportiert.

Das neue bei Columbia Records erschienene Album „Alphabet“ ist für diejenigen unter euch ein absolutes Muß, die in Musik Feinheit, Zartheit, Facettenreichtum und fast handgemachte Authentizität schätzen. Die CD kann man am besten auf der Couch hören – gemütlich ausgestreckt und mit geschlossenen Augen. Sobald sich die ersten Songs in euer Herz schlängeln, habt ihr die einmalige Gelegenheit, das Alphabet neu kennenzulernen.

Text: Marion N. Fiedler
Foto: PR

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