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George Ezra: „Wanted on Voyage“

"Wanted on Voyage" ist das Debut-Album von George Ezra. Der englische Singer/Songwriter hat darauf sowohl Pop-Ohrwürmer als auch Songs mit anderen Stilen eingesungen.

George Ezras Hitsong „Blame It On Me“ ist seit einigen Monaten in den deutschen Radios unterwegs. Ein glatter Pop-Song, der Energie hat und eine Melodie, die im Gehör bleibt. Sowohl die Strophen als auch der Refrain. Das kleine Meisterstück entstammt der Feder des britischen Sängers und seinem Songwriting-Kollegen Joel Pott, der auch weitere Stücke auf dem neuen Album „Wanted on Voyage“ mitverfasst hat. Und das ist ziemlich vielseitig geworden. Neben Pop-Ohrwürmern gibt es auch ganz interessante Ausflüge in andere Stilistiken.

Da wäre zum Beispiel der siebte Track „Did You Hear The Rain?“. Das vokale Intro, das an Worksong und Blues erinnert, ebnet sich letzten Endes in einen dunklen, energetischen Rock, der in eine Western-Shootdown-Verfilmung passen könnte. So auch der Liedtext. Da können sich zwei gar nicht leiden, sogar Luzifer hat in dieser Songstory seine Finger im Spiel. Der Refrain bringt akkordisch etwas Helligkeit und von der Phrasierung her eine Prise Pop zurück. Ansonsten läuft es einem bei diesem Sound kalt den Rücken herunter. Genial! Fast ohne Warnung bricht die düster-gefährliche Stimmung in ein fröhlich-bewegtes „Drawing Board“ – vom Text her die vielleicht seltsamste unerfüllte Liebesgeschichte, die man so zu hören bekommt.

Das am witzigsten instrumentierte Stück auf der Platte ist „Leaving It Up To You“. Dieser Song lebt durch die Mischung aus elektronischen instrumentalen Klängen und geschickt eingesetzten Verzerrungen der Stimme, einer kreativ ausgefeilten E-Gitarren-Landschaft, in die sich Orgel und Hintergrundsänger einbetten. Und zum Schluss glitzert sogar ein sanfter Gospelchor durch. Gegen jenen Track wirken andere Songs wie „Stand by Your Gun“ eher zahm arrangiert, wenngleich die vokalen Sounds von der ersten bis zur letzten Nummer überzeugend eingesungen sind.

Da sind die Bonustracks schlüssiger produziert, wo auch der Gospelchor noch einmal mit kraftvollem Einsatz zu hören ist, ein weiterer dunkler Shootdown erklingt, und ansonsten hört man in den Bonustracks wieder die Ezra-typische Leichtigkeit. Der dreizehnte Titel überzeugt vom Writing und der Interpretation her als schönster Song der Platte. Wem dies noch nicht genug ist: In der Special Edition bekommt man noch ein Live-Konzert sowie einen Beitrag zum Ezra Express als kleinen Film dazu.

Hier geht's zur Homepage von George Ezra.

 

Text: Marion N. Fiedler

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