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Laura Mvula: Erfolg gleich mit dem ersten Song

"The Dreaming Room" von Laura Mvula
"The Dreaming Room" von Laura Mvula

Worum geht’s? Musik, Singer-Songwriter, Montreux Jazz Festival, R’n’B, HipHop

CAZ-Musikredakteurin Marion Fiedler hat die neue Scheibe „The Dreaming Room“ (RCA) von Singer-Songwriterin Laura Mvula entdeckt. Tolle Soundscapes, interessante Lieder.

Wer Laura Mvulas Musik erlauscht, wird sicherlich gleich bei den ersten Tönen feststellen, dass ihre Sounds eine einzigartige Ausstrahlung haben, dass hier ein Profi am Werk ist. Tolle Produktionen, schöner Gesang, ein faszinierender Mix aus diversen Genres. Ihren Erfolg erhaschte sie sich gleich mit dem ersten selbstgeschriebenen Lied.

Der eine nennt es tanzbare elektronische Sphärenmusik, für den anderen ist das neue Album der 31-jährigen Sängerin R’n‘B oder Soul. Singer-Songwriter-Elemente und experimentelle Pop-Elektro-Kompositionen, die aber gleichermaßen leicht ins Ohr gehen, schwingen genauso in den Stil, den die Musik von Laura Mvula ausmacht.

Gesanglich bringt Laura eine ganz eigene Farbe auf die Bühne, und auch dank der Beliebtheit ihrer Soundkompositionen heißen die junge Dame namhafte Festivals wie das „Montreux Jazz Festival“ mit seinem Fachpublikum willkommen. Aber auch Straßenfestivals, auf denen Menschen verschiedenster Herkunft zu ihrer Musik tanzen und lachen, buchen sie.

Die Stücke von Laura Mvula nehmen den Zuhörer durch schöne Klänge mit in eine neue Atmosphäre, in eine eigene Welt. Zum einen haben wir da rhythmische Collagen, die die Lieder auf aufregende Art und Weise wieder und wieder zurechtrücken und in neue Perspektiven versetzen und auch den letzten Tanzwütigen in der Wade kitzeln.

Die Arrangements erinnern an poppige R’n‘B-Nummern, durch die akustische und elektronische Instrumentenklänge schimmern. Wobei hier und da auch Elemente einer kunstvollen HipHop-Produktion auftauchen. Die schöne und farbenreiche Stimme von Laura bringt das Ganze in einen schönen Flow und durch die vielen Farben zum Leben.

In manchen Stücken kommen Anklänge moderner Kirchenmusik zum Vorschein. Für den Gospel typische Klanglandschaften bauen sich auf, es wird hier und da auch Gott gelobt, beziehungsweise werden kraftvoll gesungene Call-And-Response-Floskeln von den ineinanderfließenden Gesangslinien von Laura getragen, wobei die Stimmen sich teilweise auch durch Samples mehrfach aufeinander aufbauen und zu einem kunstvollen Chor anschwellen.

Die solistischen Gesänge, die Attitude und Stimmfarben erinnern an Größen wie Nina Simone, Erykah Badu oder Lauryn Hill. Hört euch am besten mal Lauras Single „Ready Or Not“, die sie mehr als überzeugend gecovert hat, an. Die Tiefe in der Stimme, die Ähnlichkeit, aber gleichermaßen die klangliche Verspieltheit der neuen Version ist wirklich faszinierend.

Das Album hält, was es verspricht. Traumhafte Musik und Sphären zum Tanzen – wer diesen Sommer etwas Cooles auf die Ohren haben möchte, sollte sich die Platte holen. Ob physisch oder als Streaming - legt die Songs auf eine gute Anlage, plauzt euch aufs Sofa und schließt die Augen. Oder tanzt in euren Sommer hinein.

Text: Marion N. Fiedler
Foto: PR

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