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Steampunk von Victor Sierra: „Yesterday's Tomorrow“

Dunkel, intensiv, selbstbewusst. Die Steampunk-Band Victor Sierra hat bereits in Frankreich ihre ersten Erfolge gefeiert und geht jetzt auf Europatournee.

Jedes der drei aus Großbritannien stammenden Bandmitglieder spielt auf „Yesterday’s Tomorrow“ seine unersetzbare Rolle: Das zweite Victor-Sierra-Album lebt vom Zusammenspiel, von Kontrasten zwischen Passagen, in denen die Musik einen nach vorn pusht, und solchen, in denen minimal gehaltene Sounds das Ohr entspannen. Die verschiedenen Klänge machen die Scheibe interessant und kreativ. Im Zusammenklang schafft die Band ein würdiges Portrait von der zeitgenössischen Steampunkszene.

Victor Sierra bedienen sowohl die Erwartungen ihrer Fans und die der inzwischen international gewachsenen Steampunk-Community, bleiben aber gleichermaßen eigenständig. Der Zuhörer wird durch Songtexte und Musik in das imaginäre Universum der drei Künstler gezogen: fremde Zeiten, eine eigene Victor-Sierra-Welt, Luftschiffe, Nebel, ein Wandern durch die Zeit. Die Sängerin Wendy erzählt diese Geschichten auf Englisch, Französisch, Spanisch und sogar Deutsch. Sie spielt mit ihrem Akzent und erschafft dadurch eine Atmosphäre, die die Songs interessant, intensiv, aber gleichermaßen befremdlich macht. „Gib auf, wenn du durch bist. Fliege so lange du kannst“, singt sie. Ihre Stimme kommt des Öfteren mal an die Grenzen, auch technisch.

Was Victor-Sierra aber auszeichnet, ist, dass die Musiker die Spannung, den Druck und eine ungeahnte Intensität bis zum letzten Titel durchhalten. Man hat immer das Gefühl, als lauerte gerade etwas, als würden sich die Luftschiffe vor einem erheben – bereit zum Kampf gegen die Zeit, bereit für den ewigen Flug zwischen Vergangenheit und Zukunft. Obwohl die Band mit ihrer Dynamik spielt, gibt es dennoch nie einen einzigen Punkt der Ekstase. Die elektrischen Gitarren, intensiven Bässe, die kreativ produzierten Steampunk-Sounds und das durchziehende Schlagzeug bereiten die Basis, die mystische Stimme von Wendy erzählt die Story. Wir jedenfalls sind gespannt, ob es Victor Sierra mal nach Dresden zieht.

Mehr Infos zur Band findet ihr auf der Homepage von Victor Sierra.

 

Text: Marion N. Fiedler

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